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Das WC ist kein Mülleimer

Meldung vom 29.05.2026 Warum Feuchttücher & Co. nicht ins WC gehören - Das WC ist kein Mülleimer! Was in der Toilette verschwindet, ist noch lange nicht „weg“. Diese Erfahrung machen auch kommunale Abwasserbetriebe immer wieder. Feuchttücher, Hygieneartikel, Küchenrolle, Wattestäbchen, Zigarettenstummel, Essensreste, Fette oder Medikamente landen leider häufig dort, wo sie nicht hingehören: im WC oder im Abfluss.

Warum Feuchttücher & Co. nicht ins WC gehören - Das WC ist kein Mülleimer!

Was in der Toilette verschwindet, ist noch lange nicht „weg“. Diese Erfahrung machen auch kommunale Abwasserbetriebe immer wieder. Feuchttücher, Hygieneartikel, Küchenrolle, Wattestäbchen, Zigarettenstummel, Essensreste, Fette oder Medikamente landen leider häufig dort, wo sie nicht hingehören: im WC oder im Abfluss.

Feuchttücher sind besonders problematisch

Ein großes Problem sind Feuchttücher. Dazu zählen zum Beispiel Babyfeuchttücher, Abschminktücher, Reinigungstücher oder sogenannte feuchte Toilettentücher. Auch wenn manche Produkte mit Begriffen wie „spülbar“ oder „wasserlöslich“ beworben werden, lösen sie sich in der Kanalisation häufig nicht ausreichend auf.

Der Unterschied zu normalem Toilettenpapier ist entscheidend: Toilettenpapier ist so hergestellt, dass es im Wasser rasch zerfasert. Feuchttücher dagegen sind deutlich reißfester. Genau das, was sie im Alltag praktisch macht, wird im Kanal zum Problem. Sie bleiben stabil, verhaken sich miteinander, bilden zähe Klumpen oder wickeln sich um Pumpen.

Die Folge können verstopfte Leitungen, blockierte Pumpwerke und aufwendige Reinigungsarbeiten sein. Solche Störungen müssen durch Fachpersonal beseitigt werden. Das kostet Zeit, Personal und Geld.

Auch Küchenrolle, Taschentücher und Hygieneartikel gehören nicht ins WC

Nicht nur Feuchttücher verursachen Schwierigkeiten. Auch Küchenrolle, Papiertaschentücher oder Servietten sind für die Toilette ungeeignet. Sie sind deutlich stabiler als Toilettenpapier und zerfallen im Wasser nicht so schnell.

Hygieneartikel wie Tampons, Binden, Slipeinlagen, Wattestäbchen, Wattepads oder Windeln lösen sich überhaupt nicht auf. Sie können Rohre verstopfen und müssen später mühsam aus dem Abwasser entfernt werden.

Zigarettenstummel sind ebenfalls problematisch. Sie enthalten Schadstoffe und gehören deshalb nicht in die Toilette, sondern in den Restmüll. Gleiches gilt für Katzenstreu, Kleintierstreu, Sand oder ähnliche feste Stoffe.

Fette, Essensreste und Medikamente: ebenfalls nicht in den Abfluss

Auch in der Küche ist Vorsicht geboten. Speisereste, Bratfette und Öle sollten nicht über Spüle oder Toilette entsorgt werden. Fette können in den Leitungen abkühlen, fest werden und sich an den Rohrwänden ablagern. Mit der Zeit entstehen dadurch Verengungen und Verstopfungen.

Essensreste können außerdem Gerüche verursachen und Schädlinge anlocken. Sie gehören je nach Art in die Biotonne oder in den Restmüll.

Medikamente dürfen ebenfalls nicht über Toilette oder Waschbecken entsorgt werden. Wirkstoffe können die Umwelt belasten und sind in Kläranlagen oft nur schwer oder gar nicht vollständig herauszufiltern. Alte Arzneimittel gehören daher – je nach örtlicher Regelung – in den Restmüll oder können bei entsprechenden Sammelstellen bzw. Apotheken abgegeben werden.

Farben, Lacke, Chemikalien und aggressive Reinigungsmittelreste haben im Abwasser ebenfalls nichts verloren. Sie können die Abläufe in der Kläranlage stören und müssen über Problemmüll oder Wertstoffhof entsorgt werden.

Falsche Entsorgung verursacht Kosten für alle

Was viele nicht bedenken: Die Beseitigung solcher Fremdstoffe ist aufwendig. Pumpen müssen gereinigt, Verstopfungen beseitigt, Anlagen gewartet und herausgefilterte Abfälle fachgerecht entsorgt werden.

Was gehört wohin?

Nicht ins WC oder in den Abfluss; Richtige Entsorgung:
Feuchttücher, Babyfeuchttücher, Reinigungstücher in Restmüll
Küchenrolle, Taschentücher, Servietten in Restmüll
Tampons, Binden, Slipeinlagen in Restmüll
Wattestäbchen, Wattepads, Abschminktücher in Restmüll
Windeln in Restmüll
Zigarettenstummel in Restmüll
Speisereste in Restmüll
Fette und Öle = Abgekühlt in den Restmüll, größere Mengen zum Wertstoffhof                                                                 
Medikamente in Restmüll oder Rückgabe nach örtlicher Regelung
Farben, Lacke, Chemikalien in Problemmüll / Wertstoffhof
Katzenstreu, Kleintierstreu, Sand in Restmüll
 

VG Lalling, Isabell Obermayer

Kategorien: News

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