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Beständig im Wandel – Ein Berufsleben im Dienst der Öffentlichkeit!

Meldung vom 27.07.2026 VG-Geschäftsstellenleiter Manfred Hunger blickt auf 40 Jahre im öffentlichen Dienst zurück

Bildunterschrift v.l.: Dankten dem Jubilar: Bürgermeister und stellvert. Gemeinschaftsvorsitzender Michael Reitberger (Lalling), Jubilar Manfred Hunger, Bürgermeister & Schulverbandsvorsitzender Robert Bauer (Schaufling), Gemeinschaftsvorsitzender Bürgermeister Thomas Straßer (Hunding), Bürgermeister & stellvertr. Schulverbandsvorsitzender Robert Schwankl (Grattersdorf), Personalrätin Sabine Krallinger & Kämmerer & stellvertr. Geschäftsstellenleiter Patrick Eder
Manfred Hunger 40jähriges Dienstjubiläum

Beständig im Wandel – Ein Berufsleben im Dienst der Öffentlichkeit!

VG-Geschäftsstellenleiter Manfred Hunger blickt auf 40 Jahre im öffentlichen Dienst zurück

Vier Jahrzehnte im öffentlichen Dienst stehen für weit mehr als eine Zahl in der Personalakte. Dahinter liegen unzählige Entscheidungen, Gespräche, Sitzungen und Projekte – ebenso wie tiefgreifende Veränderungen in Recht, Technik und Arbeitsweise. Auf diesen besonderen beruflichen Weg blickt in diesem Jahr Manfred Hunger zurück. Der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Lalling feiert sein 40-jähriges Dienstjubiläum.

Im Rahmen einer internen Feierstunde würdigten die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden und die Beschäftigten der VG Lalling diesen besonderen Anlass.

Anerkennung für vier Jahrzehnte Engagement

Gemeinschaftsvorsitzender Thomas Straßer würdigte aus Anlass des Dienstjubiläums insbesondere die fachliche und menschliche Verlässlichkeit des Jubilars:

„Manfred Hunger ist mit seiner Verlässlichkeit und seinem umfassenden Fachwissen eine tragende Säule unserer Verwaltung. Die Leitung der VG Lalling mit vier Mitgliedsgemeinden erfordert ein außergewöhnliches Maß an Überblick, Erfahrung und Führungsverantwortung. Für seinen jahrzehntelangen Einsatz und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit danke ich ihm im Namen der gesamten Verwaltungsgemeinschaft sehr herzlich.“

Wer die Tätigkeit eines Geschäftsstellenleiters lediglich mit Akten, Sitzungen und Unterschriften verbindet, erfasst nur einen kleinen Teil des Aufgabengebietes. In dieser Funktion laufen zahlreiche Fäden zusammen. Bei der Verwaltungsgemeinschaft Lalling erhält diese Aufgabe eine besondere Dimension: Vier Gemeinden bedeuten vier Bürgermeister, mehrere kommunale Gremien, unterschiedliche örtliche Voraussetzungen und jeweils eigene Zielsetzungen. All dies gilt es fachlich zu begleiten, rechtlich abzusichern und organisatorisch zusammenzuführen.

Gerade diese Vielseitigkeit war für Manfred Hunger stets Ansporn. Einen vermeintlich ruhigeren Arbeitsplatz strebte er bewusst nicht an. Vielmehr reizten ihn die unmittelbare Nähe zu den Gemeinden, die abwechslungsreichen Fragestellungen und die Möglichkeit, konkrete Entwicklungen mitzugestalten.

„Ich habe mich damals ganz bewusst für eine Verwaltungsgemeinschaft entschieden“, blickte Hunger zurück. „Mich haben gerade die Vielfalt und die damit verbundenen Herausforderungen angesprochen. Hier ist man nahe an den Gemeinden und an den Menschen. Dabei war und ist für mich entscheidend: Der Bürger steht im Mittelpunkt.“

 

Vom Berufsanfänger zum Geschäftsstellenleiter

Sein Weg in den öffentlichen Dienst begann 1986. Zunächst leistete Hunger Dienst als Soldat auf Zeit. Noch während dieser Zeit wurde er bei der Regierung von Niederbayern zum Beamten auf Widerruf ernannt. Ab Juli 1988 absolvierte er beim Landratsamt Straubing-Bogen den Vorbereitungsdienst als Regierungsinspektoranwärter.

Am 1. Dezember 1991 wechselte er zur Verwaltungsgemeinschaft nach Lalling. Dort trat er seinen Dienst als Verwaltungsinspektor an und übernahm zugleich die Funktion des stellvertretenden Geschäftsstellenleiters. Schon damals war damit ein hohes Maß an Verantwortung verbunden.

In den folgenden Jahren wuchsen Erfahrung und Zuständigkeiten kontinuierlich. Mehrere Beförderungen begleiteten seinen beruflichen Weg bis zum Verwaltungsrat. Weitaus bedeutsamer als Amtsbezeichnungen ist jedoch das Wissen, das sich über Jahrzehnte angesammelt hat.

Zum 1. Oktober 2015 übernahm Hunger schließlich die Leitung der Geschäftsstelle. Er folgte damit auf Andreas Schröck, dessen Aufgaben er aus seiner langjährigen Tätigkeit als Stellvertreter bereits bestens kannte. Aus der Mitverantwortung wurde die Gesamtleitung einer Verwaltung, deren Themen ebenso umfangreich wie vielschichtig sind.

Vom Bleistiftentwurf zur digitalen Kommunikation

Wie stark sich der Verwaltungsalltag in vier Jahrzehnten gewandelt hat, zeigt eine Erinnerung aus Hungers Anfangszeit besonders anschaulich: Schreiben wurden zunächst mit dem Bleistift entworfen und anschließend zum Abtippen weitergegeben. Änderungen konnten bedeuten, dass ganze Passagen oder Seiten neu geschrieben werden mussten.

Heute prägen digitale Fachverfahren, elektronische Dokumente und E-Mail-Korrespondenz den Arbeitsablauf. Hunger nennt deshalb die Digitalisierung und insbesondere die Kommunikation per E-Mail als eine der einschneidendsten Veränderungen seines Berufslebens.

Viele Vorgänge sind dadurch schneller geworden – zwangsläufig einfacher jedoch nicht. Mit dem technischen Fortschritt sind auch die Erwartungen gestiegen. Rückmeldungen werden kurzfristiger erwartet, Abstimmungen erfolgen dicht getaktet und die täglich zu bewältigende Informationsmenge hat deutlich zugenommen. Zugleich sind Rechtslage und technische Anforderungen in zahlreichen Bereichen komplexer geworden.

Ein außergewöhnlich breites Aufgabenspektrum

Zu Hungers Zuständigkeiten gehören wesentliche Bereiche der kommunalen Entwicklung. Sein Fachwissen ist bei der Bauleitplanung und in schwierigen baurechtlichen Fragen ebenso gefragt wie bei der Ausweisung neuer Baugebiete. Grundstücksankäufe müssen vorbereitet, Kosten berechnet, Verträge ausgearbeitet und zahlreiche Beteiligte aufeinander abgestimmt werden.

Auch kommunale Grundstücksgeschäfte, Dienstbarkeiten, Vermessungen sowie städtebauliche Vereinbarungen gehören zum Aufgabengebiet. Hinzu kommen rechtliche und finanzielle Fragen rund um Wasserversorgung, Kanalisation und Erschließung. Viele dieser Arbeitsschritte bleiben im Hintergrund, bilden jedoch die unverzichtbare Grundlage dafür, dass Vorhaben später umgesetzt werden können.

Ein weiteres anspruchsvolles Feld sind Beitrags- und Gebührenkalkulationen. Gerade bei schwierigen Einzelfällen oder Widersprüchen gilt es, die Rechtslage sorgfältig zu prüfen.

Darüber hinaus begleitet Hunger Infrastrukturprojekte wie Straßenbaumaßnahmen, Wasserversorgungseinrichtungen, Kläranlagen und den Breitbandausbau. Hinzu kommen die Vorbereitung und Begleitung von Gemeinderatssitzungen, die Organisation von Wahlen sowie Aufgaben im Personalbereich.

Diese Bandbreite zeigt: Die Geschäftsstellenleitung lässt sich nicht auf ein einzelnes Fachgebiet reduzieren. Sie erfordert umfassenden Sachverstand, wirtschaftliches Denken, organisatorisches Geschick und kommunalpolitisches Gespür.

Erfahrung, Haltung und Bürgernähe

Wer eine solche Funktion über viele Jahre ausübt, kann sich nicht auf einmal erworbenem Wissen ausruhen. Gesetze ändern sich, Gerichte entwickeln die Rechtsprechung weiter. Der große Erfahrungsschatz eines Geschäftsstellenleiters lebt deshalb davon, fortlaufend ergänzt und überprüft zu werden.

Gerade kommunale Fragestellungen bewegen sich häufig in besonderen Spannungsfeldern. Lösungen müssen nicht nur auf dem Papier überzeugen, sondern sich auch im Alltag bewähren. Dafür braucht es Urteilskraft, Beharrlichkeit und die Bereitschaft, schwierige Entscheidungen verantwortungsvoll zu vertreten.

Auf die Frage, welche Eigenschaft ein Geschäftsstellenleiter besonders benötigt, nennt Hunger die Authentizität. Sie bedeutet für ihn, glaubwürdig und berechenbar zu bleiben sowie fachliche Einschätzungen offen zu vertreten.

Gerade im Zusammenspiel mit vier Bürgermeistern, mehreren Gemeinderatsgremien, den Beschäftigten und zahlreichen externen Stellen ist dies von besonderer Bedeutung. Der Geschäftsstellenleiter berät, ohne politische Entscheidungen vorwegzunehmen. Er zeigt Möglichkeiten auf, benennt aber auch Grenzen. Dabei gilt es, andere Sichtweisen ernst zu nehmen und dennoch die eigene fachliche Verantwortung wahrzunehmen.

Zu dieser Haltung gehört für Hunger ebenso, die Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt zu stellen. Bürgernähe zeigt sich für ihn vor allem in zeitnaher und ernsthafter Hilfe. Die Menschen sollen spüren, dass ihre Fragen ernst genommen werden – auch dann, wenn ein Wunsch aus rechtlichen Gründen nicht erfüllt werden kann.

Diese Verbindung aus fachlicher Kompetenz, persönlicher Haltung und gelebter Bürgernähe prägt Hungers Wirken seit nunmehr vier Jahrzehnten – und fand auch im Rahmen der Feierstunde besondere Anerkennung. Mit der Übergabe der Jubiläumsurkunde verband Straßer seinen Dank für diese Lebensleistung, verbunden mit den besten Wünschen für die weitere berufliche und persönliche Zukunft. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schlossen sich den Glückwünschen an.

 

Bildunterschrift v.l.: Dankten dem Jubilar: Bürgermeister und stellvert. Gemeinschaftsvorsitzender Michael Reitberger (Lalling), Jubilar Manfred Hunger, Bürgermeister & Schulverbandsvorsitzender Robert Bauer (Schaufling), Gemeinschaftsvorsitzender Bürgermeister Thomas Straßer (Hunding), Bürgermeister & stellvertr. Schulverbandsvorsitzender Robert Schwankl (Grattersdorf), Personalrätin Sabine Krallinger & Kämmerer & stellvertr. Geschäftsstellenleiter Patrick Eder

Quelle:
Text: Isabell Obermayer; VG Lalling
Foto: Antonia Probst, VG Lalling

 

Kategorien: News

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